You are currently browsing the daily archive for Juni 15th, 2008.

Du stehst im Supermarkt und möchtest dich gesund ernähren, Bioprodukte sollen es sein. Doch Bio ist nicht mehr gleich Bio. Discounter haben den Trend erkannt und werben mit verwirrenden Bio Logos. Der Inhalt dieser Verpackungen hat oft nichts mehr mit Bioprodukten zu tun. Welchen Siegeln kann man also noch vertrauen?

Eines der bekanntesten ist das grün-weiß-schwarze deutsche Biosiegel, das der Ökoverordnung der EU entspricht. Dass es auf verhältnismäßig vielen Lebensmitteln klebt, mag vielleicht auch daran liegen, dass die Auflagen nicht extrem hoch sind. Die Inhaltsstoffe der ausgezeichneten Ware müssen nur zu 95 Prozent aus ökologischer Landwirtschaft stammen, und der Hersteller u.a. einen „weitgehenden“ Verzicht auf chemisch-synthetische Pflanzenschutzmittel garantieren. Auch in den weiteren Bestimmungen lässt die EU Spielräume und Ausnahmen zu. Das Siegel markiert einen verlässlichen ökologischen Mindeststandard. Es geht aber noch besser.

demeter SiegelDas wohl strengste Siegel, das Demeter-Prädikat, geht über die EU-Verordnungen weit hinaus. Es garantiert eine biologisch-dynamische Wirtschaftsweise nach den sehr strengen Demeter-Richtlinien in der
Tradition des Anthroposophen Rudolf Steiner. Die ausgezeichneten Hersteller verzichten nicht nur auf synthetischen Dünger, chemische Pflanzenschutzmittel und künstliche Zusatzstoffe in der Weiterverarbeitung, sondern sind zur nachhaltigen Landwirtschaft verpflichtet.

Biokreis SiegelEbenfalls strengere Auflagen, als die EU-Norm festlegt, erfüllen alle Produkte, die mit dem Siegel „Biokreis“ ausgezeichnet wurden. Biokreis ist ein Zusammenschluss von ökologisch wirtschaftenden Betrieben in Bayern, die sich regelmäßig einer strengen Kontrolle durch unabhängige Institute unterziehen – eines der wertigsten Siegel überhaupt.

Bioland SiegelEin gutes Gewissen gibt auch das „Bioland“-Siegel. Die Produkte kommen aus kontrolliert ökologischer Landwirtschaft. In Deutschland sind viele Bio-Metzger, Bäckereien, Molkereien und Brauereien im Bioland-Verbund organisiert, Kontrollen werden durch den eigenen Verbund und durch staatliche Stellen durchgeführt.

Die großen Lebensmittel-Ketten haben für ihr Biosortiment jeweils eigene Siegel eingeführt. Wie bereits angesprochen stehen die Biozulieferer hier nicht selten unter einem Preisdruck, der Vertriebsmodalitäten provoziert, die nicht immer im Sinne eines ganzheitlich gedachten biologischen Herstellungs- und Vertriebsprozesses sind.

Wie du am geschicktesten einkaufst, erfährst du hier.

Du bist schon zehn Schritte weiter? Hier geht’s zum Fortgeschrittenen-Guide „10 Schritte in ein (noch) besseres Leben“

Wenn Du die Welt verbessern willst, fang am besten zu Hause an. Wir schauen uns heute in der Küche um. Kaffeemaschine, Spülmaschine, Kühlschrank und Co. haben ein ungeheures Potential, klimafreundlicher zu leben und dabei Geld zu sparen. Wir zeigen euch wie.

Kühlschrank und Gefrierschrank leisten rund um die Uhr Schwerstarbeit. Sie haben den größten Anteil am Stromverbrauch in der Küche. Je älter die Geräte sind, desto größer ist das Risiko, dass sie enorme Stromfresser sind. Ein zehn Jahre alter Kühlschrank verbraucht bis zu dreimal so viel Strom wie ein neuer. Nur: Wie lässt sich der Stromverbrauch drosseln?
Stellt die Geräte nicht auf die tiefstmögliche Temperatur. Bei sichtbarer Vereisung unbedingt abtauen, und nach dem Öffnen der Tür immer darauf achten, sie wieder zu schließen. Und wenn ein neues Gerät ins Haus steht: Unbedingt auf die Effizienzklasse achten (am besten: A++)! Geräte dieser Klasse sind zwar in der Anschaffung oft etwas teurer, sparen aber abgesehen von ihrer Umweltfreundlichkeit auf lange Sicht bares Geld.


Wer Wasser auf dem E-Herd kocht, verbraucht viel Strom. Deshalb gehört hier ein Wasserkocher hin. Aber: Billigwasserkocher verbrauchen mehr Strom und ziehen einem auf lange Sicht wiederum Geld aus der Tasche. Die Rentabilitäts-Schwelle für Wasserkocher liegt bei etwa 30 Euro. Wer bisher für Kaffee und Tee den Wassertopf auf den Herd gestellt hat, hat die investierten 30 Euro schnell wieder heraus.

Der gute alte Schnellkochtopf hat sein altbackenes Image zu Unrecht. Denn: Er ist der Klimaschützer unter den Kochtöpfen, weil durch den hermetischen Deckelverschluss weitaus weniger Energie benötigt wird. CO2 -Einsparung: bis zu 60 Prozent! Außerdem ist die Zeit der klobigen Dampfkessel-Monstren lange vorbei, denn mittlerweile haben die Hersteller erkannt, welches Potenzial im Schnellkochtopf steckt und bieten Modelle an, die auch in durchgestylte Designer-Küchen passen.

In 60 Prozent aller Haushalte übernimmt eine Maschine das Spülen. Das ist bequem, aber nicht unbedingt ökologischer. Wer die Spülmaschine nur halb befüllt anstellt, das Geschirr per Hand vorspült und Töpfe im Spülbecken säubert, weil sie nicht in die Maschine passen, sollte gleich alles von Hand spülen. Wer die Maschine dagegen effizient nutzt, kann gegenüber dem Handspülen deutlich Energie sparen.

Informiert euch über weitere Küchentipps, die die Umwelt schützen.

Du bist schon zehn Schritte weiter? Hier geht’s zum Fortgeschrittenen-Guide „10 Schritte in ein (noch) besseres Leben“

Die erste Wahrheit um Al Gore war sehr für ihn. Im November 2000 brachte er das Kunststück fertig, als haushoher Favorit gegen George W. Bush die Präsidentschaftswahl zu verlieren. Die zweite Wahrheit war auch unbequem, diesmal jedoch für die ganze Welt.

Ein Politiker zieht mit einem Dokumentarfilm in der Tasche um die Welt und klärt auf, wie es um unser Klima steht. Ihm schenkt man Gehör, vielen Forschern vor ihm nciht. Wer ist Al Gore also? Wie ein Wahlverlieren zum Superheld wird…

Al Gore, ehemaliger Vizepräsident der gerade nicht besonders angesehenen Vereinigten Staaten von Amerika, umarmt unter dem Gekreische zehntausender Groupies Leonardo DiCaprio und Julia Roberts, sein Name steht genauso häufig im Politik- wie im Klatschteil der Zeitungen und Magazine, ihm wird nicht weniger zugetraut als die Rettung der Menschheit. Und wie nebenbei staubt er auch noch die beiden vermutlich höchsten Preise ab, die die Menschheit zu vergeben hat: Den Oscar und den Friedensnobelpreis.

Al Gore: Ein ganz normaler Aufklärer?
In den nächsten Jahren zieht er mit einer selbst zusammengeschusterten Dia-Show durch Gemeindesäle, Uni-Aulen, irgendwann dann auch Stadien. Mit einem Retro-Medium warnt er vor der Zukunft. Etwa 1200 mal hält er die gleiche Vorlesung, spricht erst vor zehn, dann vor hundert, dann vor zehntausend Zuhörern. Sein Dokumentationsfilm „Eine unbequeme Wahrheit“ bekommt zwei Oscars und spielt weltweit 49 Millionen Dollar ein, seine „Live Earth“-Konzerte verfolgen auf der ganzen Welt über eine Milliarde Menschen. In seinen zwei Amtszeiten als ganz normaler Bürger ist Gore womöglich erfolgreicher, als er das als Präsident je hätte sein können. Er ist von keiner Partei und keiner Lobbygruppe abhängig, beugt sich nicht der öffentlichen Meinung, sondern dreht sie ganz einfach um: Mittlerweile geben 40 Prozent aller Amerikaner an, dass sie angesichts der globalen Erwärmung „sehr besorgt“ seien – vor zwei Jahren waren das erst 25 Prozent. 76 Prozent verlangen, dass umgehend etwas für den Klimaschutz getan werden muss.

Al Gore: Ein Jet-Set-Umweltschützer?
Gores Wahrheiten sind einerseits unbequem, andererseits sehr simpel. Um das Klima zu retten, fehle bisher lediglich der politische Wille, so sagt er, aber der sei ja glücklicherweise „ein erneuerbarer Rohstoff“. Für den Anfang reiche es schon, ein Hybrid-Auto zu kaufen, wenn das Monatseinkommen hoch genug ist, oder einfach mal öfter Fahrrad zu fahren. Und auch hier verschweigt er nicht die eigenen Unstimmigkeiten. Al Gore hat einen Privatjet, der Stromverbrauch seiner Villa ist gigantisch, er lebt auf großem Fuß, hinterlässt aber trotzdem keinen Kohlendioxid-Fußabdruck, weil er als Ausgleich in den Tropen neue Bäume pflanzen lässt und nur Öko-Strom nutzt. Gore predigt nicht Konsumverzicht, sondern will mit seinem eigenen Lebensstil zeigen, dass es Spaß machen kann, die Welt zu retten.

Mehr infos gibt es hier.

Du bist schon zehn Schritte weiter? Hier geht’s zum Fortgeschrittenen-Guide „10 Schritte in ein (noch) besseres Leben“

 

Juni 2008
M D M D F S S
    Jul »
 1
2345678
9101112131415
16171819202122
23242526272829
30  

Social Bookmarking

Webnews Diese Seite zu Mister Wong hinzufügen

Technorati

Add to Technorati Favorites