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Wenn Du diesen kleinen Planeten nicht so übel findest und eine Verlängerung des Aufenthalts durchaus in Betracht ziehst: Weiterlesen!

Wissenschaftler vom Öko-Institut in Freiburg haben nämlich die Essgewohnheiten von verschiedenen Haushaltstypen und deren Klimarelevanz unter die Lupe genommen. Ein Ergebnis dieser hochinteressanten Untersuchung lautet: Ernährungstechnisch gesehen verursachen Singles und jüngere Paare die meisten CO2-Emissionen. Unter diesen ‘Klima-Fressern’ sind überproportional viele junge Männer, die außerdem viel Fleisch essen. Tja, Jungs – das ist „der Wahrheit“.

Döner, Pizza, Hamburger, Obstsalat in Plastikbechern – allein bei den ganzen „To-go“-Lebensmitteln, die außer Haus gegessen werden (immerhin zehn Prozent aller Lebensmittel in Deutschland) ist der Treibhausgasanteil zehn bis 20 Prozent höher als bei Speisen, die auf dem heimischen Herd gekocht werden. Der Amerikaner Jamias Casco hat ausgerechnet, dass ein 130-Gramm-Cheeseburger einen C02-Ausstoß zwischen 3,6 und 6 Kilo verursacht. Dabei hat er von der Aufzucht der Rinder bis hin zu deren Methanausstoß die Futter- und Transportmittel mit verschiedenen Antriebsarten bis hin zum Energieverbrauch für die Zubereitung und die Anfahrt zum Restaurant berücksichtigt. Zumindest hinsichtlich der Klimabilanz sind Vegetarier die besseren Menschen.

Der gebetsmühlenartig durch die Medien wabernde Spruch „Think global, eat local“ wurde bislang zwar als T-Shirt-Aufdruck gern gekauft, aber im Einkaufskorb der meisten Leute ist er nicht angekommen. Wen wundert’s, wenn man Meldungen liest, dass in England immer mehr Appartements ohne Küchen gebaut werden, Kinder keine Ahnung haben, ob sie gerade in eine Kohlrabi oder einen Apfel beißen und glauben, dass Bären Milch und Kühe gefleckte Schokolade produzieren. Wo soll der Bezug zu heimischen Lebensmitteln denn herkommen? Spinat, Erbsen, Gurken, Himbeeren, Aprikosen – die wenigsten wissen, wann welches Obst und Gemüse auf unseren Feldern wächst. Bei Utopia haben wir deswegen mal einen Saison-Kalender zum Ausdrucken angeboten, das ist bis heute der absolute Renner.

Mehr Infos hier.

Es gibt – gefühlte – zwei Millionen Möglichkeiten, seinen Urlaub zu erleben, ohne die Umwelt zu schädigen, Landschaften und Regionalkulturen zu zerstören oder sklavenartige Arbeitsbedingungen in der Tourismusindustrie zu unterstützen. Die Unzahl der Angebote reicht vom Yoga-Trip für Vegetarier bis zum Brutalwandern durchs Alpenhochland mit Bio-Nahrung in der Provianttasche. Aber man kann sich auch einfach erholen, Land und Leute genießen. Die Liste der folgenden Reiseanbieter, -verbände und -portale versorgt den bewussten Touristen mit Urlaubsideen für die nächsten 20 Jahre.

demeter Reisen
Seit 2007 ist das vor allem für seine Bioprodukte bekannte anthroposophisch ausgerichtete Unternehmen in die Reisebranche eingestiegen. Für 79 Euro fliegen Sie ein Wochenende nach Mallorca, für 29 Euro nehmen Sie an einer zweitägigen Pommes-Frites-Schlacht in Belgien teil, Anfahrt mit dem eigenen PKW…okay, okay. Demeter meint es wirklich ernst und bietet daher ausschließlich Wanderreisen an. Die demeter-Studien- und Familientouren führen einen in die schönsten Ecken der europäischen Nachbarschaft. Flüge unterhalb 700 Kilometer Entfernung sind tabu. Die Ernährung vor Ort ist natürlich bio und/oder regional und 1000 Prozent genfrei. Wer auf den Spuren Hape Kerkelings den Jakobsweg entlang pilgern möchte, ist »mit Gleichgesinnten«, für knapp 2000 Euro dabei. Ohne Blutpflaster.
www.demeter-reisen.de

Weitere Reiseveranstalter im Überblick hier.

 

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