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Peter Unfried ist Utopias Dr. Dilemma: Die Welt im Klimawandel beschert uns immer wieder neue Konflikte. Kommen wir noch ohne Gewissensbisse durch den Tag? In seiner ersten Kolumne hat der Herr Doktor eine besonders kniffelige Frage zu beantworten. Es geht – mal wieder – um Porsche.
„Sehr geehrter Dr. Dilemma,
mein Vater ist neulich 60 geworden und hat sich selbst zum Geburtstag
einen Porsche Cayenne geschenkt. Ich verachte ihn dafür. Soll ich es ihm
sagen, oder ist es in seinem Alter eh zu spät?
Eine empörte Tochter.“
Dr. Dilemma antwortet:
Selbstverständlich steht hinter Ihrer Überlegung, Ihrem Vater zu sagen, dass Sie ihn verachten, eine soziale und konstruktive Absicht. Der Porsche Cayenne ist ein „Sports Utility Vehicle“ mit bis zu 521 PS. Aber auch die „kleineren“ Modelle mit schlappen 421 PS stoßen über 350 Gramm Kohlendioxid pro Kilometer aus und verbrauchen selbst im Idealfall über 15 Liter des fossilen Brennstoffes Benzin auf 100 Kilometer. Zum Vergleich: Ein okayer Benziner oder Diesel stößt weniger als 120 Gramm aus und verbraucht weniger als fünf Liter der endlichen Ressource Erdöl.
Das Besitzen und Fahren eines Cayenne ist also gesellschaftlich problematisch, weil es als die Mitmenschen und die Umwelt ignorierendes Ego-Verhalten gedeutet werden kann. Kein Wunder, dass sie mit Ihrem Vorgehen erreichen wollen, dass Ihr Vater sein aus Ihrer Sicht inakzeptables Verhalten korrigiert.
Verachtung ist ein distanziertes, aber sehr starkes Gefühl. Sie möchten damit Ihre Geringschätzung ausdrücken. Doch damit setzen Sie Ihren Vater herab zu einem Menschen, der moralisch tief unter Ihnen steht. Und das nicht in einem Moment des Zorns, sondern in Eiseskälte. Überlegen Sie also zunächst: Stehen Sie tatsächlich so hoch über ihm? Hat er das tatsächlich verdient?
Sie merken vermutlich bereits, worauf Dr. Dilemma hinaus will: Es gibt sicher Gründe, die dazu führen, dass man seinen Vater verachtet oder sogar verachten muss. Dass er einen Porsche Cayenne fährt, gehört allerdings bis auf Weiteres nicht dazu.
Sie sollten sich vielmehr Sorgen um Ihren Vater machen. Wenn ein 60-Jähriger sich plötzlich einen dicken, riesigen Turbo-Panzer kauft, ist zwar nicht alles „zu spät“, wie Sie fürchten. Häufig steckt aber ein ernstes Problem hinter diesem seltsamen, ungesunden und irrationalen Vorgehen. Das kann eine verspätete Midlifecrisis sein, also die Angst vor dem Alter, dem Ruhestand, einer Krankheit und letztlich – wie immer – die Angst vor dem Tod. Gegebenenfalls könnten auch Erektionsstörungen zu dem Versuch eines kompensatorischen Aktes führen, um die eigenen Omnipotenzfantasien mit „Allrad-Antrieb“ und „Direkteinspritzung“ aufrechterhalten zu können.
Versuchen Sie herauszufinden, welche Illusion oder Frustration ihn tatsächlich zum Konsum eines unzeitgemäßen Mobilitäts-Anachronismus verleitet hat. Erklären Sie ihm dann in einem zweiten Schritt Ihre Sicht der Dinge. Falls er denken sollte, dass ein SUV seinen Besitzer als Mitglied der Bildungs- und Geldelite qualifiziert, weisen sie ihn darauf hin, dass er mit dieser Vorstellung völlig daneben liegt.
Zeigen Sie Ihrem Vater Alternativen auf, etwa den für 2009 angekündigten Zweiliter-Sportwagen Loremo. Oder – da Ihr Vater ja offenbar Geld übrig hat – den 100.000-Dollar-Elektrosportwagen Tesla aus dem kalifornischen Silicon Valley. Den Tesla treibt ein knapp 250 PS starker Elektromotor an, der seine Energie aus etwa 7.000 wiederaufladbaren Lithium-Ionen-Akkus bezieht. Damit wird eine gemeinsame Zukunft von Automobil und Planet zur Gegenwart.
Wenn er dann immer noch störrisch sein sollte, sagen Sie dem Alten, dass der von Ihnen bewunderte Schauspieler George Clooney auch einen Tesla fährt. Und dass Sie Ihn doch auch immer bewundert hätten – und weiter bewundern können wollen.
Und vor allem sagen Sie ihm, dass man mit einem Tesla jeden Cayenne versägt.
+++
Du hast eine Frage an Dr. Dilemma?
Dann schreib eine Email an: dilemma@utopia.de

Montagmittag, draußen sind 27 Grad und drinnen warten 14 Snacks, die bewertet werden sollen. Wie beim ersten Snack-Test machen wir wieder einen Blindtest. Dieses Mal sind unsere Schüsseln jedoch mit Bio-Snacks aus dem Supermarkt und einem Drogeriemarkt gefüllt.
Beim Einkaufen entdeckten wir wider Erwarten ein relativ großes Angebot an Bio-Snacks – das man allerdings auch sehr gezielt suchen muss. So haben wir nur zwei Bio-Chips-Sorten im Snack-Regal entdeckt. Alle anderen Snacks haben wir bei den einzeln sortierten Bio-Marken im Supermarkt gefunden oder im Regal für ausländische Spezialitäten.
Gewundert hat uns, dass zwar jede Menge Tortilla-Chips angeboten werden, aber nicht ein einziges Produkt in Bio-Qualität dabei ist. Man muss auch erwähnen, dass die Preise der Bioprodukte deutlich höher (von 50 Cent bis zu 2 Euro) liegen, als bei den Normalo-Snacks. Gerade wenn man aus 30 Chipstüten die einzigen zwei Bio-Chipssorten herauspickt, fällt das besonders auf.
Verpackungstechnisch gibt es kaum Unterschiede zu den Snacks aus dem Bioladen. Die meisten Snacks werden in den handelsüblichen Aromasiegel-Tüten mehr oder weniger knusprig gehalten und können im gelben Sack entsorgt werden.
Das Fazit gibts hier.
Sonnenenergie, Windenergie, Gezeitenkraftwerke u.v.m. Die Entwicklung geht inzwischen in die richtige Richtung. Leider ist es mit den heutigen technologischen Mitteln aber noch nicht möglich, den gesamten Energiebedarf der Menschheit mit regenerativen Energien zu decken. Daher muss es ebenfalls eine Änderung im persönlichen Energieverhalten eines jeden Einzelnen geben. Manchmal sind es nur Kleinigkeiten und viele Investitionen zahlen sich langfristig mehr als aus. Man muss seinen Lebensstandard also gar nicht einschränken sondern nur sein Denken und Verhalten ein wenig ändern. Als Anregung habe ich daher 50 Tipps zusammengetragen, mit denen man im eigenen Heim Energie sparen kann:
- Sich bei der Anschaffung einer neuen Heizung für eine klimaschonende und energiesparende Alternative (Pellets, Solarunterstützt, Fernwärme,…) entscheiden.
- Elektroheizungen sind wahre Energiefresser und sollten nur im Notfall genutzt werden.
- Heizungstemperatur etwas herunterdrehen, ggfs. etwas Wärmeres anziehen.
- Die Heizungstemperatur in der Nacht um mehrere Grad herunterdrehen.
- Bei längerer Abwesenheit (z.B. Arbeit) die Heizungstemperatur auch am Tag auf 16 bis 17 Grad absenken.
- Nicht alle Räume müssen gleich stark beheizt werden. Kinderzimmer und Wohnzimmer sollten aber angenehm temperiert sein.
- Heizkörper nicht mit Vorhängen oder Möbeln blockieren und Heizkörperverkleidungen entfernen.
- Die Heizungen ca. zweimal im Jahr mit einem Entlüftungsschlüssel (erhältlich im Baumarkt) entlüften. Danach ggfs. den Wasserstand im Heizsystem anpassen.
- Hinter die Heizungen eine ca. drei bis fünf Millimeter dicke Styroporplatte mit Alufolie kleben. Somit wird die Wärme der Rückseite der Heizung reflektiert und geht nicht in der Wand verloren.
- Undichte Fenster mit Dämmbändern selbst abdichten oder vom Fachmann abdichten lassen.
- Den Spalt unterhalb der Wohnungstür(en) mit einem “Zugdackel” oder zusammengerollten Handtuch abdichten.
- Bei Dunkelheit die Rolläden schliessen. Die Luft zwischen Fenster und Rolladen wirkt als Wärmedämmung.
- Mehrmals am Tag Stoßlüften statt bei gekippten Fenstern heizen.
- Im Badezimmer erst kurz vor dem Duschen oder Baden stärker heizen.
- Die Türen zu kälteren Räumen geschlossen oder angelehnt lassen.
- Zu einem Ökostromanbieter oder in einen CO2-neutralen Tarif (Strom aus Wind-, Wasserkraft, etc.) wechseln.

- Öfters einmal duschen statt zu baden spart sowohl Wasser wie auch Energie.
- Bei der Dusche einen Sparduschkopf einbauen. Damit können bis zu 50% Wasser gespart werden.
- Warmes wasser sparsam nutzen.
- Das Wasser beim Zähneputzen und Spülen nicht durchgehend laufen lassen sondern zwischendurch abdrehen.
- Die Waschmaschine nicht halbvoll anstellen sondern immer nur voll beladen waschen.
- Den Geschirrspüler ebenfalls nur vollständig gefüllt anstellen.
- Das Energiesparprogramm des Geschirrspülers (Sparprogramm, Öko, Eco,…) nutzen.
- Beim Kauf von Elektrogeräten immer auf die Energieeffizienzklasse A achten.
- Beim Neukauf von Elektrogeräten auch auf den Stromverbrauch im Stand-By-Betrieb achten.
Lest auch die nächsten 25 Tipps.




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