Ohne Gastfreundschaft bleibt das ökorrekte Leben ein trauriger Individualistentraum. Doch glücklicherweise hat Utopia nette Nachbarn im Netz – den Hospitalityclub.

Das ist eine Community von mittlerweile fast 400000 Menschen aus aller Welt, die gerne reisen und sich dabei ein Dach überm Kopf, ein Plätzchen auf der Couch, ein leckeres Abendessen oder eine Stadtführung anbieten. Gegründet wurde der Hospitalityclub im Sommer 2000 von Veit Kühne, einem Dresdner BWL-Studenten. Das Prinzip ist denkbar einfach: ein aussagekräftiges Profil, Kontaktdaten, Wünsche an die Gäste (z.B. spülen, nicht rauchen) und eine Personalausweisnummer um die Identität prüfen zu können. Mit einem Bewertungssystem können Gäste und Gastgeber sich gegenseitig bewerten – eine sehr gute Idee, um sich bei unbekannten Menschen auch als Alleinreisende gut aufgehoben zu fühlen. Die Profile sind nach Ländern, Regionen und Städten sortiert, Kontaktaufnahme erfolgt per Mail oder Fon am besten etwa 2 Wochen im voraus.

Ich reise seit fast 4 Jahren mit dem Hospitality Club durch die Gegend und nutze die Community nicht nur, wenn ich im Urlaub bin, sondern durchaus auch bei Dienstreisen, weil ich auf Hotelzimmer keine Lust habe und auch nur selten auf die Annehmlichkeiten strikter Privatsphäre angewiesen bin. So habe ich in den Niederlanden, Portugal, Österreich, Polen und Hong Kong Leute besucht; natürlich aber auch meine „Schlafplatzcredits“ wieder aufgefüllt, in dem ich unser Wohnzimmer Gästen zur Verfügung gestellt habe. Damit habe ich durchweg sehr gute Erfahrungen gemacht! Mit einigen Reisebekanntschaften bin ich weiterhin in Kontakt.

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