Es gibt endlos lange Listen, in denen Kosmetik-Inhaltsstoffe aufgeschlüsselt werden. Aber erstens rennt kein Mensch mit einem Lexikon durch den Drogeriemarkt und zweitens sollte man haut- und umweltverträgliches Duschgel auch ohne Doktortitel der Chemie kaufen können.

Eines der Hauptärgernisse bei „normaler“ Kosmetik ist es, dass hochwertige natürliche Stoffe wie pflegende Öle durch synthetische Stoffe ersetzt werden, die billig hergestellt werden können. Viele dieser Stoffe werden aus Abfällen produziert, sind alles andere als Ressourcen schonend. Ein Großteil der Kosmetikkonzerne wie Beiersdorf, Schwarzkopf & Henkel, Colgate Palmolive arbeiten außerdem immer noch mit Tierversuchen. Angeschmiert, aber richtig! Über katastrophale Kosmetik

Glücklicherweise muss in Deutschland auf jedem Pflegeprodukt eine Liste mit den Inhaltsstoffen stehen. Mit vier Basis-Vokabeln und etwas Siegelkunde kommt man eigentlich ganz gut klar.

Vokabel Nr. 1: „Paraffinum liquidum“ steckt in sehr vielen Produkten, besonders gerne in Creme und Bodylotion. Paraffine sind Stoffe, die bei der Erdöldestillation entstehen, unter anderem vom Bodensatz der Rohöltanks. Was in Tanks liegen bleibt, zieht auch auf der Haut nicht ein, sondern bleibt darauf liegen und verhindert die Hautatmung.

Vokabel Nr. 2: „-cone“ (in Bezeichnungen, die so enden, stecken Silikone). Steckt in so gut wie allem drin, was die Haut schön glatt und die Haare kämmbar oder stylingfähig macht. Dummerweise lagert es sich in Haut und Haaren ein und „versiegelt“ diese nahezu – nicht umsonst wird Silikon im Baumarkt zur Fugenabdichtung verkauft. Es ist stark umweltbelastend und biologisch schwer abbaubar.

Vokabel Nr. 3: „Paraben“ (meist als Ethylparaben oder Methylparaben). Das sind Konservierungsmittel, die starke Allergien auslösen können und in Deos, Shampoos, Lippenstiften und Cremes stecken. Als in Frankreich bekannt wurde, dass Parabene zu einer erhöhten Brustkrebsrate beitragen, stieg der Verkauf von Naturkosmetik um 40 Prozent an.

Vokabel Nr. 4: „Natriumlaurylsulfat“, im Englischen „Sodium Lauryl Sulfate“, ist das weltweit am häufigsten verwendete Tensid und als aggressiver Schaumbildner bekannt. Es sorgt dafür, das Duschgel und Shampoo gut schäumen, trocknet aber die Haut aus.

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