Peter Grett ist ein Experte auf dem Gebiet alternativer Antriebssysteme. Über zehn Jahre leitete er Marketing und Vertrieb eines E-Motorenherstellers. Er betreute Forschungsprojekte auf dem Gebiet der alternativen Mobilität und war als Berater für das Bayerische Umweltministerium tätig. Im Juni wird die Erstausgabe der Zeitschrift „Eco Mobil“ unter Gretts Leitung erscheinen. Wir haben ihn zur aktuellen Biosprit-Debatte befragt.

Peter Grett Auto


Herr Grett, warum lesen wir plötzlich überall von den Übeln des Biokraftstoffs?

Peter Grett: Momentan wird das Thema von der Presse plattgemacht, nachdem man es zu Beginn erst mal hochgejubelt hatte. Das ist nicht ungefährlich, weil in der Berichterstattung vieles vermischt und verwechselt wird, so dass der Verbraucher abgeschreckt wird. Es stimmt allerdings, dass die weltweite Biospritgewinnung aus ökologischer und sozialer Sicht skeptisch betrachtet werden muss. Biosprit boomt, besonders in Nord- und Südamerika. Die Nachfrage steigt, somit auch der Preis, und dadurch werden Grundnahrungsmittel wie Mais, Zucker und Reis für ärmere Länder unerschwinglich. Nicht minder katastrophal ist, dass der Einsatz von genetisch veränderten Pflanzen, die robuster sind oder schneller wachsen, dadurch leichter gerechtfertigt werden kann.

Die Fortsetzung gibt es hier.

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