Sie stehen stundenlang an einer Maschine und verrichten eintönige Arbeit. Sie kriegen kaum Geld und werden zu Überstunden gezwungen… Wir verdrängen nur zu gern die Arbeitswirklichkeit derjenigen, die dafür schuften, dass wir uns ständig neue Klamotten und möglichst billig kaufen können. Aber es gibt Alternativen – sogar bequem und günstiger, als man glaubt!

Die Bedingungen unter denen unsere Kleidung hergestellt wird, sind einfach inakzeptabel:

  • „Der Großteil der konventionellen Kleidung wird […] in Ländern wie Indonesien, Philippinen, Mexiko und China. Dort stehen riesige Fabrikhallen ohne Fenster in denen bis zu 50.000 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer 16-18 Stunden für Hungerlöhne unter üblen humanitären Bedingungen arbeiten. Die meisten sind zwischen 14 und 25 Jahre alt. Dort gelten in aller Regel keine Menschenrechts-, Sozial- und Sicherheitsstandards. Z.B. kann es sein, dass sie während eines 16 Stunden Tages nur zweimal auf Toilette dürfen und oft ist es verboten miteinander zu sprechen, manchmal sogar zu lächeln. Manche werden sexuell belästigt und leben in der Angst bei Schwangerschaft, Krankheit oder bei geringsten Verfehlungen gekündigt zu werden.
  • Auf den konventionellen Baumwollfeldern dieser Erde werden ca. 11 Prozent aller weltweit eingesetzten Pestizide und ca. 25 Prozent aller Insektizide versprüht. Zusätzlich wird reichlich mit Kunstdünger gedüngt und somit das Wasser belastet. Es werden ca. 33 Mio. ha (Hektar) Baumwolle konventionell angebaut. Der konventionelle Baumwollanbau gehört zu den größten Umweltverschmutzern und schwere Gesundheitsschäden von Kleinbauern und Feldarbeitern sind an der Tagesordnung […]
  • Diese giftigen Schadstoffe bleiben auch in der Kleidung des Verbrauchers hängen.“

(zitiert nach: http://www.jung-umweltversand.de)

Lange Zeit habe ich geglaubt, dass man kaum eine andere Wahl hätte – denn welcher Laden bietet schon fairgehandelte Hosen und Shirts an? Und schließlich wollte ich nicht übermäßig viel Geld für ein „reines Gewissen“ ausgeben und wollte auch nicht extravagant aussehen, wie so manche öko-fair Klamotten eben ihren eigenen Stil haben. Aber: man kann tatsächlich etwas AKTIV gegen diese Ausbeutung von Mensch und Umwelt tun! Indem man einfach kritisch konsumiert…

Also macht ich mich auf die Suche und wurde tatsächlich im Internet fündig: es gibt ja SOVIELES von dem man nichts geahnt hat. Deswegen möchte ich hier nun ein paar der vielen Fairtrade-OnlineVersandhandel vorstellen:

  • Grundstoff.net — vereinigt mehrere Fairtrade-Marken
  • fairwear.de — fairtrade, organic, streetwear
  • LamuLamu.de
  • fairliebt.com Shirts & Tops mit feschem Design, Modemacher aus Hamburg
  • Glore.de liebevoll zusammengestelltes Angebot

Und ich muss sagen: ich bin SEHR zufrieden mit meinen Erfahrungen… Erstens: es ist gar nicht so teuer wie ich dachte, nein, häufig gleichen sich die Preise sogar fast an. Zweitens: Ich habe Kleidungsstücke hinzugewonnen, die ich nie mehr aus der Hand geben möchte, da sie einfach herrlich zu tragen sind. Drittens: Bei manchen Anbietern erfahre ich direkt etwas aus dem Leben und Arbeiten derjenigen, die meine Hose oder Jacke hergestellt haben – das schafft in mir größere Achtung und Verständis für den umfangreichen Entstehungsprozess eines Kleidungsstückes!

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