Ein Haus, das zu 100 Prozent über Sonnenenergie versorgt wird, ist keine Utopie mehr. Peter Rubeck, Geschäftsführer des Sonnenhaus Instituts in Schleching erklärt, wie das funktioniert.

Ein Haus, das zu hundert Prozent über Solarenergie versorgt wird – warum gibt es das erst jetzt?
Das erste 100-Prozenthaus wurde in Deutschland schon 2001 fertig gestellt: das Naturpark-Informationshaus in Zwiesel. Danach folgte das 100-Prozent-Sonnenhaus Lehner in Regensburg sowie im vergangenen Jahr das erste 100-Prozent-Mehrfamilienhaus in der Schweiz.

Aber auch 2001 ist noch nicht lange her…
Letztlich gibt es noch nicht ausreichend Vertrauen in die Technik, die eine vollständige Versorgung durch Solarenergie bewerkstelligen kann. Das liegt zum einen an der Solarbranche, die eine Versorgung von mehr als 20 bis 30 Prozent der Energie durch die Sonne ausschließt. Aber es liegt auch an den Medien, bei denen die Botschaft nicht angekommen ist, dass es jetzt schon mit den Techniken, die auf dem Markt sind, funktioniert.

Dann schließen wir jetzt die Bildungslücke. Wie funktioniert das 100-Prozenthaus?
Die Idee des Hauses ist, so sparsam wie möglich mit Energie umzugehen. Dazu braucht es eine gute Wärmedämmung, mindestens nach KfW-40-Standard. Bei einem 100-Prozenthaus ist die Dämmung noch höher, fast so hoch wie bei einem Passivhaus. Wir haben zudem größere Kollektorflächen und größere Speicher als bei einem normalen Sonnenhaus. Der Restbedarf wird zu mehr als fünfzig Prozent durch Solarenenergie abgedeckt. Diese Restenergie wird aus erneuerbarer Energie gespeist.

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