Elektroschrott ist einer der am schnellsten wachsenden Müllberge weltweit. Worauf also beim Kauf von Handys, MP3 Playern und ähnlichem Gadget-Schnickschnack zu achten? Wir sind mit Dr. Dietlinde Quack vom Freiburger Öko-Institut durch die Multimedia-Abteilungen der Warenhäuser und Fachgeschäfte gelaufen und haben eine Menge gelernt.

Wo einkaufen?

Um gleich auf die eben angesprochenen Verkehrsstaus rund um die großen Elektromärkte zurückzukommen: Hast Du schon mal einem kleinen Fachhändler einen Besuch abgestattet? Die gibt es tatsächlich noch, und sie sind oftmals gar nicht teurer als die großen Handelsketten. Und neben der Beratungskompetenz bieten sie nicht selten Service an wie kostenlose Anlieferung und Installation vor Ort. Man kann den Wagen also getrost zu Hause stehen lassen.

TV-Geräte

Über den Niedergang des Programmniveaus wird immer wieder geklagt. Sicher ist: Die Bildqualität der Fernseher ist durch die Fortschritte in der Entwicklung mit den Jahren immer besser geworden. Und wer die vielen merkwürdigen Programmformate satt hat, der stellt sich per DVD oder Digitalprovider sein eigenes Programm zusammen.
Viele sehen in der Größe des Fernsehers das Qualitätsmerkmal – je größer der Bildschirm, desto besser. Ehrlich gesagt ist es auch ein Erlebnis, vor so einer riesigen Mattscheibe zu sitzen, aber es gibt gute Gründe, lieber ein paar mal mehr ins Kino zu gehen, als sich einen Plasma-Fernseher anzuschaffen, der über einen Bildschirm von mehr als 45-Zoll-Durchmesser verfügt. Mit jährlich 500 bis 800 Kilowattstunden pro Jahr – bei einer angenommenen täglichen Laufleistung von vier Stunden – brauchen die Großfernseher extrem viel Strom.Energieverbrauch zwischen LCD, Plasma und Röhrengeräten stark unterschiedlich Zum Vergleich: Energiesparende Kühlschränke verbrauchen oft weniger als 200 Kilowattstunden, obwohl sie rund um die Uhr laufen.
Fernseher werden aus einer Menge elektronischer Bauteile zusammengebaut, und obwohl seit 2006 eine EU-Richtlinie die Verwendung von Schadstoffen einschränkt, sind Fernseher nach wie vor problematisch zu recyceln. Der Blaue Umweltengel für TV-Geräte wurde deshalb bereits wieder abgeschafft. Zurzeit werden nur noch das „Stromsparer-Label“, das Geräte kennzeichnet, die komplett ausgeschaltet werden können, und das Europäische Umweltzeichen (die so genannte „Euroblume“) vergeben. Auch wenn man davon ausgehen kann, dass Fernseher tendenziell mehr Energie verbrauchen, je größer ihr Bildschirm ist, lässt sich nicht pauschal sagen, dass ein kleiner Fernseher immer weniger Strom verbraucht als ein großer. Auch die Unterschiede zwischen Plasma-, LCD- und Röhrengeräten sind indifferent. Energieeffiziente Geräte sind über alle Größenklassen und Technologien verteilt.

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