Strahlende Zukunft oder Neues vom Ausstieg aus dem Ausstieg: Unser lieber ausgemusterter bayerischer Ex-Ministerpräsident Stoiber ehrte gestern anlässlich seines 20. Todestages seines Ziehvaters F.J. Strauss in der Landesvertretung zu Berlin denselben. Strauss, der ja bekanntlich in den 50/60er Jahren die politischen Grundmauern für die deutsche Atomindustrie gelegt hat, schmunzelte sicher im blauweissen bayrischen „Himmi“, als sein Edmund g‘sagt hat, dass er, Strauss, wohl die Verlogenheit geißeln würde, wenn einerseits funktionstüchtige Kraftwerke abgeschaltet würden und gleichzeitig man bereit sei, Atomstrom zu importieren.

Kommen wir zu unserem ganz besonders lieben Freund Wolfgang Clement, der sich nun Otto Schily als Anwalt genommen hat. Das muss er, weil manche Kräfte in der NRW-SPD ihn aus der Partei ausschliessen wollen. Über die Energiepolitik seiner Partei echauffiert er sich bei der Gelegenheit weiter, diesmal geht‘s aber nicht um Frau Ypsilanti. Zitat Clement: „Die Preissteigerungen bei der Energie sind doch für viele Menschen wirklich ein Drama. Und was macht der Tiefensee? Er schlägt Windparks in der Nordsee vor.“

Das gestern von Tagesspiegel und ZDF in Auftrag gegebene Politbarometer ergab in einer Blitzumfrage, dass mittlerweile 56 Prozent der Befragten für eine Verlängerung der Laufzeiten von Atomkraftwerken sind.

Vier Tage nach dem Unfall im südfranzösischen Tricastin hat die französische Atomaufsichtsbehörde ASN den Betreiber gezwungen den Reaktor stillzulegen.

Wie heute ferner bekannt wurde kam es zu einem Zwischenfall in Schweden. Am Dach des Atomkraftwerkes Ringhals war nach Schweißarbeiten ein Feuer ausgebrochen, das aber schnell gelöscht werden konnte. Wie immer gab es zu keiner Zeit eine Gefahr für Mensch und Tier.

Schönes Wochenende!

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