Utopist Carlsen weist im Utopia Forum auf eine sehr interessante Aktion hin:

Die Atomwirtschaft genießt ein goldenes Privileg. Anders als alle anderen Sparten in der Wirtschaft muss sie keine volle Haftpflichtversicherung für Schäden aus ihrem Geschäftsbetrieb abschließen.
Eine nie deutlich an die Öffentlichkeit gekommene Studie der Prognos AG Basel, verfasst im Auftrag des Bundeswirtschaftsministeriums, schon aus dem Jahr 1992, errechnet enorme Preisaufschläge auf die Kilowattstunde Atomstrom. Würde hier die Gleichbehandlung eingeführt, wären Atomkraftwerke mit einem Schlag unrentabel, weil deren Strom je nach Rechnungsart zwischen 0,5 und 2 Euro kosten müsste.
Momentan genießt Atomstrom den Ruf, billig zu sein, nur deshalb, weil die Kraftwerksbetreiber die Kosten für Schäden aus dem Normalbetrieb, wie auch die eventuellen Schäden durch einen Unfall, fast komplett auf die Allgemeinheit und die nachfolgenden Generationen abwälzen können.

Auf der Website der Initiative atomhaftpflicht.de einer Kampagne getragen von der Ärzteorganisation IPPNW, der Neuen Richtervereinigung NRV, dem Bund Naturschutz in Bayern und dem BUND, kann man für die Einführung dieser vollen Haftpflicht unterschreiben.

Es wäre toll und ist gerade jetzt enorm wichtig, wenn möglichst viele UtopianerInnen dies tun würden. Etliche Persönlichkeiten aus Politik und Wissenschaft, Prominente und Unternehmen haben es schon getan.

Die besagte Prognos-Studie gab es bisher nicht im Internet. Die Organisation Zukunftslobby hat sie besorgt, eingescannt und auf der Website veröffentlicht. Wer sich dafür interessiert findet sie hier.

Der ganze Thread:

http://www.utopia.de/forum/showthread.php?t=1365

Der strategische Konsument bezieht natürlich nur mehr Ökostrom und unterschreibt die Petition.

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