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Es sollte in der herrschenden Atomdebatte nicht unerwähnt bleiben, dass im südfranzösischen AKW Tricastin gestern 30000 Liter radioaktive Uranlösung ausgetreten ist. Die Atomaufsichtsbehörde teilte mit, dass ein Teil davon in zwei Flüsse gelangte. In der Nähe von Avignon wurde der Gebrauch von Wasser untersagt, ausserdem sollte man von Angeln, Wassersport und Felderbewässerung absehen.

Aber ist alles halb so wild, meinte die Behörde.

Zur großen Promotion-Aktion der Atomlobby in der konserativeren deutschen Presse, wo auch schonmal gern über die Mythen von Tschernobyl aufgeklärt wird, haben wir einen Experten für Reaktorsicherheit befragt. Zum Artikel geht es hier.

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Kennt jemand den Ort, in dem „Stromberg“ Christoph Maria Herbst eine Banklehre gemacht hat? Dessen einziger Berg „Monte Schlacko“ heißt? Das ist meine Heimatstadt Dinslaken.

Am Niederrhein zwischen Wesel und Duisburg gelegen und umzingelt von Schachtanlagen, Schwerindustrie, Thyssen, Kohle- und Ex-Atomkraftwerken. Von meiner Verwandtschaft weiß ich, dass im Nachbarort gerade etwas Neues gebaut wird. Ein gigantischer grauer Kühlturm. Mit 181 Metern mal eben 14 Meter höher als der Kölner Dom.

Mit diesem Neubau verschönert der Konzern Evonik den Ausblick von tausenden von Reihenhausbesitzern und erweitert für 800 Millionen Euro das Kohlekraftwerk Walsum. Ein Energie-Dinosaurier, der den ersten Platz von NRW als Bundesland mit dem höchsten CO2-Ausstoß zementiert und in unmittelbarer Nähe eines Wohngebiets nur möglich ist, weil er juristisch als Erweiterung einer bereits bestehenden Anlage gilt (Honi soit qui mal y pense).
Da ich auf solche und ähnliche Traumaussichten in Zukunft liebend gerne verzichte, bin ich im letzten Jahr auf Ökostrom umgestiegen. Kann man bei Bedarf auch prima mit angeben und sich mit fast null Aufwand zum Alpha-Öko mausern. Denn laut Öko-Institut ist das der effektivste Beitrag zum Klimaschutz, den man im persönlichen Bereich leisten kann. Mit minimalem Aufwand spart man als Single-Haushalt so eine Tonne CO2 ein, mit zwei Personen sogar 1,5 Tonnen.

Ökostrom Illustration Kolumne jetzt.de Utopia

Um seine vier Wände mit sauberem Strom zu versorgen, muss man einmal den Zähler ablesen und seine Adresse angeben, fertig. Man muss sich auch nicht durch Berge von Angeboten wühlen und x-mal Vergleiche anstellen. Denn der Markt für echten Ökostrom, das heißt von 100 Prozent atomstromfreien Anbietern, umfasst nur wenige Anbieter wie Greenpeace Energy und EWS Schönau. Beide liefern 100-prozentigen Öko-Strom, investieren in Neuanlagen für regenerativen Strom und sind weitgehend unabhängig von den großen Stromkonzernen. Es gibt auch Lichtblick und Naturstrom, die jedoch auch in Österreich Strom aus Wasserkraftwerken dazukaufen, an denen wiederum der Konzern EnBW beteiligt ist. Manchmal gut zu wissen.

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