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RWE, einer der größten Atomstromproduzenten des Landes erdreistet sich ein neues Angebot namens „Pro-Klima-Strom“ auf den Strommarkt zu werfen, das Atomstrom als tolle umweltfreundliche Alternative anbietet.

Es treibt einem die Zornesröte ins Gesicht, ob der versammelten Frechheit.

Einziger Lichtblick: SPD Kanzlerkandidat Frank Walter Steinmeier spricht in diesem Zusammenhang von einer „nicht verantwortbaren Energie“ und stellt fest, dass er keine Zukunft für die Atomenergie in Deutschland sieht.

Möge die Macht bald mit ihm sein.

Und möge RWE mit dem „Pro-Klima-Strom“ mit Nicht-Beachtung von Verbrauchern bestraft werden.

Mehr dazu im Tagesspiegel.

Utopist Carlsen weist im Utopia Forum auf eine sehr interessante Aktion hin:

Die Atomwirtschaft genießt ein goldenes Privileg. Anders als alle anderen Sparten in der Wirtschaft muss sie keine volle Haftpflichtversicherung für Schäden aus ihrem Geschäftsbetrieb abschließen.
Eine nie deutlich an die Öffentlichkeit gekommene Studie der Prognos AG Basel, verfasst im Auftrag des Bundeswirtschaftsministeriums, schon aus dem Jahr 1992, errechnet enorme Preisaufschläge auf die Kilowattstunde Atomstrom. Würde hier die Gleichbehandlung eingeführt, wären Atomkraftwerke mit einem Schlag unrentabel, weil deren Strom je nach Rechnungsart zwischen 0,5 und 2 Euro kosten müsste.
Momentan genießt Atomstrom den Ruf, billig zu sein, nur deshalb, weil die Kraftwerksbetreiber die Kosten für Schäden aus dem Normalbetrieb, wie auch die eventuellen Schäden durch einen Unfall, fast komplett auf die Allgemeinheit und die nachfolgenden Generationen abwälzen können.

Auf der Website der Initiative atomhaftpflicht.de einer Kampagne getragen von der Ärzteorganisation IPPNW, der Neuen Richtervereinigung NRV, dem Bund Naturschutz in Bayern und dem BUND, kann man für die Einführung dieser vollen Haftpflicht unterschreiben.

Es wäre toll und ist gerade jetzt enorm wichtig, wenn möglichst viele UtopianerInnen dies tun würden. Etliche Persönlichkeiten aus Politik und Wissenschaft, Prominente und Unternehmen haben es schon getan.

Die besagte Prognos-Studie gab es bisher nicht im Internet. Die Organisation Zukunftslobby hat sie besorgt, eingescannt und auf der Website veröffentlicht. Wer sich dafür interessiert findet sie hier.

Der ganze Thread:

http://www.utopia.de/forum/showthread.php?t=1365

Der strategische Konsument bezieht natürlich nur mehr Ökostrom und unterschreibt die Petition.

Strahlende Zukunft oder Neues vom Ausstieg aus dem Ausstieg: Unser lieber ausgemusterter bayerischer Ex-Ministerpräsident Stoiber ehrte gestern anlässlich seines 20. Todestages seines Ziehvaters F.J. Strauss in der Landesvertretung zu Berlin denselben. Strauss, der ja bekanntlich in den 50/60er Jahren die politischen Grundmauern für die deutsche Atomindustrie gelegt hat, schmunzelte sicher im blauweissen bayrischen „Himmi“, als sein Edmund g‘sagt hat, dass er, Strauss, wohl die Verlogenheit geißeln würde, wenn einerseits funktionstüchtige Kraftwerke abgeschaltet würden und gleichzeitig man bereit sei, Atomstrom zu importieren.

Kommen wir zu unserem ganz besonders lieben Freund Wolfgang Clement, der sich nun Otto Schily als Anwalt genommen hat. Das muss er, weil manche Kräfte in der NRW-SPD ihn aus der Partei ausschliessen wollen. Über die Energiepolitik seiner Partei echauffiert er sich bei der Gelegenheit weiter, diesmal geht‘s aber nicht um Frau Ypsilanti. Zitat Clement: „Die Preissteigerungen bei der Energie sind doch für viele Menschen wirklich ein Drama. Und was macht der Tiefensee? Er schlägt Windparks in der Nordsee vor.“

Das gestern von Tagesspiegel und ZDF in Auftrag gegebene Politbarometer ergab in einer Blitzumfrage, dass mittlerweile 56 Prozent der Befragten für eine Verlängerung der Laufzeiten von Atomkraftwerken sind.

Vier Tage nach dem Unfall im südfranzösischen Tricastin hat die französische Atomaufsichtsbehörde ASN den Betreiber gezwungen den Reaktor stillzulegen.

Wie heute ferner bekannt wurde kam es zu einem Zwischenfall in Schweden. Am Dach des Atomkraftwerkes Ringhals war nach Schweißarbeiten ein Feuer ausgebrochen, das aber schnell gelöscht werden konnte. Wie immer gab es zu keiner Zeit eine Gefahr für Mensch und Tier.

Schönes Wochenende!

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