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Der wusste immer schon wo vorne ist. Richard Branson, Schulabbrecher und Schallplattenhändler in den 60er Jahren, Kreateur der Marke Virgin und damit aufgestiegen zu einem der erfolgreichsten und schillerndsten Unternehmer des britischen Empires baut auf Mosquito Island in der Karibik ein komplett erdölunabhängiges Resort.

„Es gibt keinen Grund mit schmutzigem Erdöl zu arbeiten. Bei all dem Reichtum der Karibik – Sonne, Wind und Wellen – werden wir beweisen, dass es auch ohne geht.“ Gleichzeitig gründete Branson die VIRGIN GREEN OWLS eine Consultingfirma, um Regierungen und Firmen bei CO2-neutralen Projekten zu beraten.

Die EU ist sich einig, man will den CO2-Ausstoss des Flugverkehrs von und nach Europa mit einer Abgabe belasten. 15 Prozent des CO2-Ausstosses müssen die Fluglinien demnach ab 2012 per Emmissionshandel einkaufen. Es echauffiert sich natürlich sofort der internationale Verband der Ferienflieger IACA. Man meint das wäre in Anbetracht der hohen Kerosinpreise überhaupt nicht verkraftbar.

Ich frage mich: Warum erhalten die Airlines 85 Prozent ihrer Verschmutzung für lau?

Mehr zum Thema Emissionshandel.

In diesem Zusammenhang fordere ich Air Berlin auf, den beknacktesten Warteschleifensong der Welt abzusetzen. „Flugzeuge im Bauch, im Blut Kerosin, kein Sturm hält sie auf, unsere Air Berlin….“

Nehmt doch Culcha Candelas „Solarenergie“….

Einfach genial oder zu einfach? Oder einfach ungerecht? Im Jahr 2007 war „klimaneutral“ auf Platz zwei der Unwörter des Jahres … Und warum sollte ich das überhaupt machen, diesen CO2-Ausgleich – kriegt doch sowieso keiner mit.

Denn zum unverschämten Glück der Verschwender und zum Leidwesen vieler umweltbewusster Menschen ist der persönliche CO2-Rucksack ja erstmal unsichtbar. Sieht so aktiver Umweltschutz aus oder ist das – wie ja oft kritisiert wird – nichts anderes als postmoderner Ablasshandel?

Sein Gewissen per CO2-Ausgleich zu erleichtern, ist auf jeden Fall um Klassen besser, als die Probleme über Verdrängung und Ignoranz auszusitzen. Vom Lerneffekt her betrachtet, scheint es jedoch eher kontraproduktiv zu sein, wenn ich ein „schädliches“ Tun von mir so einfach klimaneutral stellen kann. Denn auf diesem Weg werde ich natürlich überhaupt nicht motiviert, tatsächlich etwas an meinem Verhalten zu ändern. Nicht beim nächstbesten Billigflug-Schnäppchen schwach zu werden oder fürs Weihnachtsshopping nicht über den großen Teich zu fliegen, sondern mal über näher gelegene Alternativen nachzudenken. Von daher ist auch schnell klar, dass ein CO2-Ausgleich immer nur die zweitbeste Lösung sein kann.

Viel wichtiger ist es, sich seiner diversen CO2-Pölsterchen- und Sünden bewusst zu werden
und zu versuchen, sie jeden Tag ein bisschen mehr zu reduzieren oder – im besten Fall – ganz abzustellen. Allein für diese Bewusstwerdung sind die ganzen CO2-Rechner- und Erlöser großartig, denn nicht umsonst heißt es: „Man nimmt nur wahr, was man kennt.“ Und tatsächlich ist es nirgendwo sonst so einfach, mal ein Gefühl dafür zu bekommen, was man täglich selbst alles an Treibhausgas verursacht. Interessanterweise fast immer mehr als man denkt. Selbsteinschätzung und „Fremdberechung“ scheinen in diesem Bereich besonders weit auseinander zu liegen.

Außerdem kann man den freiwilligen CO2-Ausgleich auch durchaus als gute Überbrückungs-Maßnahme sehen, die hilft, Emissionen schneller herunterzufahren und so mehr Zeit für echte Innovationen zu gewinnen. Wie war das jetzt gleich noch mit dieser „Low Carbon“-Diät?

Also, soll ich oder soll ich nicht …?
Utopia meint: Ja, denn seinen ökologischen Fußabdruck zu berechnen und wo es einem möglich ist, einen CO2-Ausgleich zu machen, ist eine Investition in die Zukunft.

Weiteres zum CO2 Ausgleich und zu Soll ich oder soll ich nicht findest Du hier.

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