You are currently browsing the tag archive for the ‘Emissionen’ tag.

Einfach genial oder zu einfach? Oder einfach ungerecht? Im Jahr 2007 war „klimaneutral“ auf Platz zwei der Unwörter des Jahres … Und warum sollte ich das überhaupt machen, diesen CO2-Ausgleich – kriegt doch sowieso keiner mit.

Denn zum unverschämten Glück der Verschwender und zum Leidwesen vieler umweltbewusster Menschen ist der persönliche CO2-Rucksack ja erstmal unsichtbar. Sieht so aktiver Umweltschutz aus oder ist das – wie ja oft kritisiert wird – nichts anderes als postmoderner Ablasshandel?

Sein Gewissen per CO2-Ausgleich zu erleichtern, ist auf jeden Fall um Klassen besser, als die Probleme über Verdrängung und Ignoranz auszusitzen. Vom Lerneffekt her betrachtet, scheint es jedoch eher kontraproduktiv zu sein, wenn ich ein „schädliches“ Tun von mir so einfach klimaneutral stellen kann. Denn auf diesem Weg werde ich natürlich überhaupt nicht motiviert, tatsächlich etwas an meinem Verhalten zu ändern. Nicht beim nächstbesten Billigflug-Schnäppchen schwach zu werden oder fürs Weihnachtsshopping nicht über den großen Teich zu fliegen, sondern mal über näher gelegene Alternativen nachzudenken. Von daher ist auch schnell klar, dass ein CO2-Ausgleich immer nur die zweitbeste Lösung sein kann.

Viel wichtiger ist es, sich seiner diversen CO2-Pölsterchen- und Sünden bewusst zu werden
und zu versuchen, sie jeden Tag ein bisschen mehr zu reduzieren oder – im besten Fall – ganz abzustellen. Allein für diese Bewusstwerdung sind die ganzen CO2-Rechner- und Erlöser großartig, denn nicht umsonst heißt es: „Man nimmt nur wahr, was man kennt.“ Und tatsächlich ist es nirgendwo sonst so einfach, mal ein Gefühl dafür zu bekommen, was man täglich selbst alles an Treibhausgas verursacht. Interessanterweise fast immer mehr als man denkt. Selbsteinschätzung und „Fremdberechung“ scheinen in diesem Bereich besonders weit auseinander zu liegen.

Außerdem kann man den freiwilligen CO2-Ausgleich auch durchaus als gute Überbrückungs-Maßnahme sehen, die hilft, Emissionen schneller herunterzufahren und so mehr Zeit für echte Innovationen zu gewinnen. Wie war das jetzt gleich noch mit dieser „Low Carbon“-Diät?

Also, soll ich oder soll ich nicht …?
Utopia meint: Ja, denn seinen ökologischen Fußabdruck zu berechnen und wo es einem möglich ist, einen CO2-Ausgleich zu machen, ist eine Investition in die Zukunft.

Weiteres zum CO2 Ausgleich und zu Soll ich oder soll ich nicht findest Du hier.

Advertisements

Du möchtest deinen Co2-Ausstoß verringern und fragst dich wie? Sechs kleine Schritte für dich sind sechs Große für die Umwelt.

1. Wohnung oder Haus komplett wärmedämmen:
Je nach Gebäudeart und Anzahl der Bewohner beträgt die Ersparnis bis zu 3 Tonnen CO2 pro Jahr. Durch die Dämmung bleibt die produzierte Energie dort, wo sie wärmen soll – im Haus. Das spart nicht nur Energie, sondern auch sehr viel Geld.
2. Auf öffentliche Verkehrsmittel umsteigen:
Pro Person bis zu 2,5 Tonnen CO2-Ersparnis pro Jahr (statt in der gleichen Zeit mit einem Mittelklassewagen circa 10.000 Kilometer zu fahren). Öffentliche Verkehrsmittel sind effektiver, weil sie mehr Menschen mit einem wesentlich geringeren Energieaufwand transportieren.
3. Zum Ökostrom wechseln:

Etwa 2,3 Tonnen CO2-Ersparnis pro Jahr (in einem Vier-Personen-Haushalt mit einem Jahresverbrauch von 4500 Kilowattstunden). Zertifizierter Ökostrom verursacht weniger CO2, weil er überwiegend aus erneuerbaren Energiequellen stammt.

4. Mit der Bahn in den Urlaub fahren:

Etwa 1,1 Tonnen CO2-Ersparnis pro Jahr (statt der Hin-/Rückstrecke München/Mallorca). Unter den Verkehrsmitteln sind Flugzeuge die mit Abstand größten CO2-Emittierer – Kerosin ist ein leichtes Petroleum und somit ein fossiler Brennstoff.

5. Ein Jahr auf Fleisch verzichten:
0,5 Tonnen CO2-Ersparnis (bei einem Vier-Personen-Haushalt mit durchschnittlichem Fleischverbrauch). Ehe ein gebratenes Stück Fleisch auf dem Teller liegt, hat es eine lange Zucht- , Produktions- und Transportkette durchlaufen. Das potenziert den CO2-Ausstoß.
6. Glühbirnen gegen Energiesparlampen austauschen:
0,4 Tonnen CO2-Ersparnis pro Jahr (in einem Einfamilienhaus mit vier Personen). Energiesparlampen benötigen ein Fünftel der Energie einer herkömmlichen Glühbirne und haben eine weitaus längere Lebensdauer.

Informiert euch hier weiter.

Du bist schon zehn Schritte weiter? Hier geht’s zum Fortgeschrittenen-Guide „10 Schritte in ein (noch) besseres Leben“

Oktober 2017
M D M D F S S
« Mai    
 1
2345678
9101112131415
16171819202122
23242526272829
3031  

Top Clicks

  • -

Social Bookmarking

Webnews Diese Seite zu Mister Wong hinzufügen

Technorati

Add to Technorati Favorites