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Die CO2-Emissionen von Flugzeugen gehören zu den größten Verursachern des Treibhauseffekts. Auf der Webseite atmosfair.de kann man nachlesen, dass jeder Mensch 3000 Kilogramm CO2-Guthaben im Jahr hat. Also jährlich höchstens diese Menge Kohlenstoffdioxid-Ausstoß verursachen darf, damit sich das Klima nicht weiter verschlechtert. Von diesen drei Tonnen fallen allerdings nur 1000 Kilogramm aufs Reisen. Denn die anderen 2000 werden schon durch unseren Energieverbrauch im Alltag erzeugt. Doch allein bei einem Flug von Hamburg nach München und zurück, entstehen bereits 340 Kilo, ein Drittel unseres Guthabens. Und ein Flugzeug auf dem Weg von Hamburg nach New York und zurück, bläst pro Passagier gleich 3940 Kilo CO2 in die Atmosphäre – das Gewicht von vier VW Polos inklusive Fahrer und fast das Vierfache unseres Guthabens. Eine einzelne Boeing 747 mit rund 400 Passagieren an Bord erzeugt also Einemillionenfünfhundertsechsundsiebzigtausend Kilogramm CO2 – ein ganzes Parkhaus voller Autos.

Mehr zum Thema hier.

Einfach genial oder zu einfach? Oder einfach ungerecht? Im Jahr 2007 war „klimaneutral“ auf Platz zwei der Unwörter des Jahres … Und warum sollte ich das überhaupt machen, diesen CO2-Ausgleich – kriegt doch sowieso keiner mit.

Denn zum unverschämten Glück der Verschwender und zum Leidwesen vieler umweltbewusster Menschen ist der persönliche CO2-Rucksack ja erstmal unsichtbar. Sieht so aktiver Umweltschutz aus oder ist das – wie ja oft kritisiert wird – nichts anderes als postmoderner Ablasshandel?

Sein Gewissen per CO2-Ausgleich zu erleichtern, ist auf jeden Fall um Klassen besser, als die Probleme über Verdrängung und Ignoranz auszusitzen. Vom Lerneffekt her betrachtet, scheint es jedoch eher kontraproduktiv zu sein, wenn ich ein „schädliches“ Tun von mir so einfach klimaneutral stellen kann. Denn auf diesem Weg werde ich natürlich überhaupt nicht motiviert, tatsächlich etwas an meinem Verhalten zu ändern. Nicht beim nächstbesten Billigflug-Schnäppchen schwach zu werden oder fürs Weihnachtsshopping nicht über den großen Teich zu fliegen, sondern mal über näher gelegene Alternativen nachzudenken. Von daher ist auch schnell klar, dass ein CO2-Ausgleich immer nur die zweitbeste Lösung sein kann.

Viel wichtiger ist es, sich seiner diversen CO2-Pölsterchen- und Sünden bewusst zu werden
und zu versuchen, sie jeden Tag ein bisschen mehr zu reduzieren oder – im besten Fall – ganz abzustellen. Allein für diese Bewusstwerdung sind die ganzen CO2-Rechner- und Erlöser großartig, denn nicht umsonst heißt es: „Man nimmt nur wahr, was man kennt.“ Und tatsächlich ist es nirgendwo sonst so einfach, mal ein Gefühl dafür zu bekommen, was man täglich selbst alles an Treibhausgas verursacht. Interessanterweise fast immer mehr als man denkt. Selbsteinschätzung und „Fremdberechung“ scheinen in diesem Bereich besonders weit auseinander zu liegen.

Außerdem kann man den freiwilligen CO2-Ausgleich auch durchaus als gute Überbrückungs-Maßnahme sehen, die hilft, Emissionen schneller herunterzufahren und so mehr Zeit für echte Innovationen zu gewinnen. Wie war das jetzt gleich noch mit dieser „Low Carbon“-Diät?

Also, soll ich oder soll ich nicht …?
Utopia meint: Ja, denn seinen ökologischen Fußabdruck zu berechnen und wo es einem möglich ist, einen CO2-Ausgleich zu machen, ist eine Investition in die Zukunft.

Weiteres zum CO2 Ausgleich und zu Soll ich oder soll ich nicht findest Du hier.

Wie mächtig Konsumenten sind, und wie sie diese Macht nutzen können, Unternehmen zu einer verantwortungsvollen Politik zu zwingen, zeigt die von Greenpeace initialisierte Aktion „Green my Apple“, die den berufsjugendlichen Steve Jobs beinahe hätte alt aussehen lassen.

Wer zur Avantgarde gehört, hat es nicht leicht. Denn mit einer Vorreiterrolle steigen die Erwartungen. Diesen Mechanismus hat nun auch der Computerhersteller Apple am eigenen Leib erfahren. Bislang hat es das kalifornische IT-Unternehmen geschafft, sich mit innovativem Design und Vertriebsstrukturen in einem konsumentenfreundlichen Premiumsegment zu positionieren. Von Produkttestern und Feuilletonisten hagelte es Lob für die ewigweißen Geräte ohne Ecken und Kanten, und auch die Konzernkasse hat in den letzten Jahren davon profitiert. Seit der Einführung des iPod 2002 wurde der Umsatz mit knapp 19 Milliarden Dollar mehr als verdreifacht. Das weckt Begehrlichkeiten bei der Konkurrenz und Erwartungen bei den Konsumenten. Und zwar nicht nur an gute Produkte sondern auch an ethische Standards.

Wie macht man einen Apfel grün?

Greenpeace veröffentlichte Mitte des vergangenen Jahres das Umweltschutzbarometer der Computerindustrie, und schnell war klar: Die Macher des sauberen Designs hatten diese Paradigmen bis dato nicht auf ihre Produktionsprozesse übertragen. Im Greenpeace-Ranking rangierte Apple jedenfalls abgeschlagen auf dem letzten Platz, hinter amerikanischen Wettbewerbern wie Dell oder HP. Hauptkritikpunkt war neben dem Benutzen von giftigen Materialen – viele Computer enthalten bromierte Flammschutzmittel und PVC sowie Schwermetalle wie Blei, Cadmium und Quecksilber – vor allem die unklare Vorgehensweise hinsichtlich Recycling und Rücknahme von ausgedienten Geräten.

Während Firmen wie Motorola sich nach Veröffentlichung der Studie daran machten, ihre Umweltschutzrichtlinien zu überarbeiten, sah Apple-CEO Steve Jobs zu dieser Zeit noch keinen Handlungsbedarf und wies die Greenpeace-Tabelle schlicht als fachlich inkorrekt zurück. Auch direkte Verhandlungen zwischen der Umweltschutzorganisation und dem IT-Unternehmen blieben ohne Ergebnis, und so besann sich Greenpeace im September 2006 auf eine andere, weit wirkungsvollere Form des Protests – das Aktivieren und Motivieren der Apple-Kunden – und startete seine Aktion „A greener Apple.“

Mehr Infos bekommst Du hier.

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