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Anne Henneken geht der Frage nach, was wirklich in unserem Eis drin steckt.

Warum schmeckt mein Lieblingseis so gut?

Nun ist sie da: die offizielle Eiszeit. Jedes Jahr bin ich gespannt, ob meine Lieblingseissorte vom letzten Jahr überlebt hat und welche neuen Sorten die italienischen Eisdielenbesitzer dieses Mal im Angebot haben. Nachdem ich mal ein Basilikum-Sorbet probiert habe, erwarte ich sehnsüchtig jeden Sommer den Durchbruch weiterer Kräutereis-Kompositionen: Zitronenverbene, Apfelminze, Almdudler? Möglicherweise zu exotisch, denn die beliebteste Sorte ist seit Jahrzehnten Vanilleeis.

Dass so viele Menschen gerne Vanilleeis essen, kann mit einer Art frühkindlicher Geschmacksdressur zusammenhängen. Vanillin wurde nämlich über Jahrzehnte in Säuglingsnahrung, vor allem dem Milchpulver, zugesetzt und hat so bei vielen zu einer „Futterprägung“ geführt.

Unabhängig von Sortenvorlieben steht aber fest: Sobald wieder warme Sommersonne lockt, entwickeln Eisdielen und -truhen eine magische Anziehungskraft. Im Jahr 2007 betrug der Pro-Kopf-Verbrauch an Speiseeis in Deutschland 8,1 Liter. Tendenz unseres Appetits: eher steigend und vor allem ganzjährig. Den größten Anteil mit 81 Prozent nimmt dabei industriell produziertes Markeneis ein und nur 16 Prozent wird in Eisdielen oder Konditoreien hergestellt (in der Eisfachwelt auch mit dem schönen Begriff „Impulseis“ bezeichnet).

Sehr viele Leute scheinen sich – vielleicht als Knut-Solidaritätsbeitrag – einen kleinen Eisberg zuhause auf Vorrat anzulegen. Schaut man sich im Supermarkt bei den Kühltruhen um, ist die Auswahl an ein- und zwei-Liter-Haushaltspackungen auch ziemlich groß. Da gibt es No-Name-Eis und Markeneis, Hörnchen, Riegel, Sandwiches, am Stiel, mit und ohne Qualitätsurteil.

Höchst erstaunt bin ich darum über die Entdeckung gewesen, dass bei Ökotest die Eiscreme von Landliebe am besten abgeschnitten hat. Landliebe gehört – neben weiteren Marken wie Puddis, Südmilch, Tuffi, Optiwell – zum niederländischen Milchkonzern Campina und betreibt mit ihrer zeichentrickartigen Saftige-Wiesen-Heile-Heidi-Welt-Werbung eher Greenpainting als Greenwashing. Auf der Greenpeace-Seite findet man dazu gerade Banner mit „Gentechnik ist’s, wenn es Landliebe ist“. Denn was von Müllermilch und deren Marke Weihenstephan längst bekannt ist, gilt auch für Landliebe-Produkte: statt saftigem Gras bekommen die Kühe gentechnisch verändertes Futter zu fressen.

Würde man das erwarten, wenn man eine Packung Landliebe Vanille-oder Erdbeer-Eis mit Öko-Testsiegel „sehr gut“ kauft? Wohl eher nicht. Ich fand es sehr enttäuschend festzustellen, dass die Herkunft der Milch oder des Rahms – immerhin ja wichtige Grundzutaten einer guten Eiscreme – offensichtlich keinerlei Rolle in der Bewertung einer Eiscreme gespielt hat.

Die Frage wird sich jeder genußliebende Eisschlecker irgendwann stellen: Woher kommt die Milch für mein Lieblingseis? Lest hier weiter.

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Den bisweilen an Satire grenzenden Zynismus, dem man täglich an Fleischtheken und Imbissbuden begegnen kann, hat Utopist Colorador um eine weitere Facette erweitert. Seine Fotoserie mit dem Titel „Das Wurstparadies“ hat uns so gut gefallen, dass wir ihn gebeten haben, uns eine Special Edition seiner Arbeit zur Verfügung zu stellen.

Die Fotostrecke und interessante Fakten zur Frage: Was ist Fleisch findet ihr hier.

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