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Reklamepost im Briefkasten nervt nicht nur, sie verbraucht auch jede Menge Papier, das meist ungelesen in der Tonne landet. Pro Haushalt und Altpapiertonne sind das bis zu 100 Kilo Papiermüll im Jahr. Die unerwünschten Mailings kann man sich vom Hals halten: Über einen Eintrag in der Robinsonliste.

Das geht ganz einfach: Per Fax oder Brief eintragen in die Schutzliste des
Deutschen Direktmarketing Verband e.V, die sogenannte Robinsonliste. In diese Liste kann sich jeder eintragen lassen, der keine adressierten Werbebriefe von Unternehmen erhalten möchte, bei denen er kein Kunde
ist oder ausdrücklich der Zusendung zugestimmt hat. Dabei kann man sich aussuchen, ob man gar keine personalisierte Reklamepost mehr bekommen möchte oder nur von bestimmten Branchen nicht. Und: es funktioniert.

Auch unadressierte Werbung wie Supermarktprospekte und die inhaltsleeren Werbezeitungen kann man seinem Briefkasten natürlich ersparen, mit einem Aufkleber: „Bitte keine kostenlosen Zeitungen und keine Werbung einwerfen“.

Zur Robinsonliste und weiteren interessanten Infos kommt ihr hier.

Ich bin ein Papierschwein, beruflich und privat. Vorhin haben mich meine
Kollegen wieder ertappt: Ich wollte mir eine Notiz machen, habe mich
verschrieben, den Satzanfang durchgestrichen. Nur statt auf dem gleichen
Blatt wieder neu anzufangen, habe ich das Blatt zerknüllt, weggeschmissen
und ein neues genommen.
Gäbe es eine Top-Ten meiner Ökosünden, wäre extrem
hoher Papierverbrauch bei mir ganz weit vorn.

Dass wir vom papierlosen Büro so weit entfernt sind wie nie, gehört ja zum
bekannten Allgemeingut. Aber als meine aufmerksamen Utopia-Kollegen mir dann
direkt die Pro-Kopf-Zahlen vorgelesen haben, war ich geschockt. Ganze 235
Kilo Papier im Jahr oder zirka 650 Gramm pro Tag verbraucht jeder Deutsche
mal eben so.
Jeder fünfte Baum, der gefällt wird, wird zu Papier verarbeitet
– dabei ist Lesen im Schatten eines Baumes doch am schönsten.

Neugierig habe ich gleich meine persönliche „Tagesdosis“ auf die Küchenwaage
gelegt: die Tageszeitung (ohne Beilagen): 450 Gramm, dazu zwei Bücher, die ich mir heute gekauft habe: ein Taschenbuch (300 Gramm) und Leo Hickman „Und tschüss“ (600 g), macht zusammen 900 Gramm, plus ein internationales Magazin: 750 Gramm. Macht eine Tagesbilanz von insgesamt 2,1 Kilogramm Papier.
Dazu kommt tägliches „Arbeitspapier“: Texte, die ich zum Korrekturlesen
ausdrucke, Artikel für Recherchezwecke. Greenpeace hat mal ausgerechnet,
dass ein deutsches Kind im ersten Lebensjahr schon so viel Papier verbraucht
hat wie ein Inder in 50 Jahren. Um leuchtend weißes Papier aus so genannter
„Primär“- oder „Frischfaser“ herzustellen, müssen Millionen von Bäumen dran
glauben.
Die Papierindustrie gehört außerdem zu den fünfgrößten
Energieverbrauchern der Welt. 80 Prozent des Papiers, das wir hier in Deutschland
benutzen, wird importiert – hauptsächlich aus Schweden und Finnland (die
beide viel Rohholz in den Urwäldern von Russland schlagen) und aus
Brasilien.
Ich traue mich gar nicht hochzurechnen, wie viel Regenwald allein für meine
Leselust gerodet wurde.
Sicher ist, das muss anders werden – und dieses
Anders sollte im Idealfall aus Recyclingpapier sein. Wie bei Frau Rowling zu
Beispiel. Die besteht seit einiger Zeit darauf, dass jeder Harry Potter-Band
auf 100 Prozent umweltfreundliches Papier gedruckt wird. Pro einer Million Bücher
dürfen so 30.000 Bäume stehen bleiben. Bei der bisher weltweit verkauften
Auflage von 325 Millionen Stück ist das ein ganz ansehnliches Wäldchen. Nach
dem Kriterium „Recyclingpapier“ habe ich zwar noch nie Bücher und Zeitungen
ausgesucht, aber einen Versuch ist es wert.

Die Vorteile von Recyclingpapier und könnt hier nachlesen.

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