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Es war mal wieder an der Zeit. Meine Dioptriewerte haben sich verschlechtert. Ein Anlass für eine neue Brille. Das Gestell habe ich auch satt. Mit dem Erstehen des neuen Modells hat das Alte ausgesorgt.

Als Utopistin frage ich mich natürlich, wie ich meine Brille wirklich nachhaltig entsorgen kann. Ich dachte an eine Form von Recycling – aber es gibt einen weitaus besseren Weg!

Nach ein klein wenig Recherche habe ich via Robert Basic auf dem Blindfisch-Blog die richtige Antwort auf meine Frage gefunden:

Die Aktion Brillen ohne Grenzen sammelt nicht mehr benötigte Sehilfen und überführt sie nach Afrika. Da dort Brillen & Co. sehr teuer sind kann mit dieser Aktion den Menschen geholfen werden. Vor allem wenn man bedenkt, dass unser optisches Apfallprodukt dort unten einen Gegenwert von sechs bis acht Monatsgehältern hat.

Bleibt mir nur, allen zu raten, das alte Gestell mit den besonders hilfreich Licht brechenden Gläsern an Brillen ohne Grenzen zu senden.

Über 800 Millionen haben die Deutschen im ersten Halbjahr 2007 bereits gespendet, hat der Deutsche Spendenrat ermittelt. Eine Menge Geld, das die richtigen Adressaten finden muss. Aber wie kann ich sicher gehen, dass mein Geld auch wirklich Gutes bewirkt? Und welche Organisation braucht meine Spende dringender als andere? Zusammen mit Daniela Felser vom Deutschen Spendenrat hat Utopia.de einen Leitfaden erstellt.

1. Für wen soll ich Spenden?

Ob Stiftung, Verein, oder NGO, ob Soziales, Umwelt oder Kultur – diese Entscheidung kann Ihnen niemand abnehmen. Wir empfehlen Ihnen aber, sich ein bisschen Gedanken zu machen, sich zu informieren und sich Zeit für Ihre Entscheidung zu nehmen. Wenn Sie noch keine konkreten Vorstellungen haben, wofür Sie spenden möchten, lohnt ein Blick auf www.spenden.net, www.spenden.de, www.spendenrat.de, und www.dzi.de. Dort finden Sie eine Vielzahl von verschiedenen Organisationen und Vereinen. Sie werden überrascht sein, in welchen Bereichen sich Menschen engagieren – es gibt sogar Hilfsprojekte für Seeleute, mittellose Literaten, und Blindenhunde – da finden Sie schnell den richtigen Adressaten. Und am Ende des Artikels verraten einige Utopia-Mitarbeiter, für welche Zwecke sie spenden.

Leitfaden für Spenden2. Wie stelle ich sicher, dass die Organisation seriös arbeitet?

Auch unter den Spendenorganisationen herrscht ein großer Wettbewerb. Gerade kleine Vereine, die über kein großes Marketingbudget verfügen, müssen um jede Spende kämpfen. Und schwarze Schafe gibt es in jeder Branche – Korruptionsskandale kennt man auch von großen, bekannten Hilfsorganisationen. Stellen Sie sicher, dass die Organisation als gemeinnützig gilt. Leider ist der Begriff nicht rechtlich geschützt. Deshalb vertrauen Sie auch aufs Finanzamt. Denn offiziell gemeinnützig sind nur jene, die auch steuerrechtlich begünstigt werden. Aber: Nur weil das Finanzamt den Status anerkennt, bedeutet das nicht, dass die Organisation deshalb umfassend seriös arbeitet. Kontrolle ist auch beim Spenden besser als Vertrauen. Deshalb sollten Sie noch etwas mehr abklopfen:
Daniela Felser vom Deutschen Spendenrat

  • Stellt Ihnen die Organisation auf Wunsch aussagekräftiges Material über die Aktivitäten und über die Organisation selbst zur Verfügung?
  • Informiert die Organisation die Spender regelmäßig über durchgeführte und aktuelle Projekte?
  • Unterlässt die Organisation aggressive Werbung? Hat sich die Organisation zu Transparenz und Offenheit verpflichtet? Dafür Siegel des dzi für Transparenz beim spendensteht das Logo des Deutschen Spendenrates oder das Siegel des Deutschen Zentralinstituts für soziale Fragen (DZI). Den so gekennzeichneten Vereinen können Sie vertrauen.
  • Veröffentlicht die Organisation einen Geschäfts- oder Jahresbericht mit genauen Aussagen über die Mittelverwendung?

Eine seriöse Organisation wird Ihnen auf diese Fragen ohne zu zögern entsprechendes Material zukommen lassen. Wenn Sie nur ausweichende Antworten bekommen werden Sie misstrauisch.

3. Warum nicht stiften gehen?

Soll der von Ihnen zur Verfügung gestellte Betrag über viele Jahre hinaus Wirkung zeigen? Dann können Sie Ihr Geld auch einer Stiftung zur Verfügung stellen. Stiften ist die nachhaltigste Geldanlage überhaupt. Zwar gibt es kein monatliches Portfolio und am Ende des Jahres auch keine Zinsgutschrift – aber Sie investieren in eine bessere Welt, von der Sie letztendlich auch selbst profitieren werden. Stiftungen sind Kapitalstöcke, mittels deren Erträge ein vom Stiftungsgründer formulierter Zweck verfolgt wird. Das bedeutet, die gemeinsam erwirtschafteten Zinsen gehen nicht als Rendite an die Einleger, sondern werden für das Stiftungsziel eingesetzt. Das ist der Unterschied zur Spende, die zeitnah eingesetzt wird.

  • Eine Übersicht über die Vielzahl von Stiftungen in Deutschland finden Sie unter www.stifterverband.de. Dort bekommen Sie auch einen guten Überblick über das Stiftungsangebot in Deutschland.

Lest weiter über das richtige Spendenverhalten.

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